Nachdenkliches von unserer Mitarbeiterin Alexandra Noomann:

Wenn ich im Garten stehe und diesen Sonnenaufgang mir ansehe mit all seinen Farben und die Vögel dazu zwitschern höre, dann steht die Welt scheinbar still.

Es ist ruhig geworden. Wenige Autos sind unterwegs. Viele von uns müssen zu Hause bleiben, weil sie Kinder haben oder sich sogar vielleicht angesteckt haben. Einige hoffen und warten auf ihre Familienmitglieder, die sich noch im Ausland befinden und sie nicht wissen ob und wann sie sie wieder in die Arme schließen können. Kein Tag ist wie der andere. Jeden Tag gibt es neue Versuche den Virus zu verlangsamen. Mit neuen „Einschränkungen“. Wobei es nur “Einschränkungen“ sind, die uns schützen sollen.

Wenn man raus möchte, dann könnte ich doch gleich etwas Gutes tun, oder?  Zum Beispiel für die ältere Nachbarin einkaufen gehen? Oder sie mal anrufen, um zu fragen wie es ihr geht, sich ihre Ängste anzuhören, die sie mit niemanden teilen kann. Der ein oder andere besinnt sich dann doch auf das was wirklich wichtig ist. Der Mensch nämlich! Das Miteinander!

Unsere Koordinatoren kümmern sich weiterhin um die Kranken. Sie fahren weiterhin zu unseren Patienten oder rufen sie an. Von zu Hause aus. Aber auch hier im Büro landen Telefonate mit Angehörigen die im Moment noch größere Ängste um ihre Lieben haben wo wir versuchen diese zu nehmen. Oder wie die Kollegin, die nach der Arbeit extra noch zur Apotheke und dann zum Patienten fährt, um ihm sein Medikament zu bringen. Weil die Apotheken gerade wirklich, genauso wie Ärzte, Pflegepersonal, Lebensmittelverkäuferin oder Kassiererin, überlastet sind. Jeder kann seinen Beitrag leisten. Jeder kann umsichtiger sein. Wir sind alle in der gleichen Position. Wir sind alle betroffen. Warum dann nicht dazu beitragen, dass es für den einen, für den es schwerer ist mit der Situation klar zu kommen, leichter ist? Damit derjenige auch wieder in seinen Garten treten kann, tief Luft holen kann und den Sonnenaufgang sieht?!